Uncharted: Golden Abyss – auch unterwegs ganz großes Kino

 Der vierte und gleichzeitig erste mobile Ableger der Uncharted-ReiheUncharted: Golden Abyss” soll die Drehzahl des PS Vita-Motors gleich zu Release so richtig erhöhen. Das Spiel ist das klare Zugpferd im Launch-Line Up und wurde vom SCE Bend Studio entwickelt. Aber keine Angst: Serien-Erfinder Naughty Dog, die für die bisherigen Teile verantwortlich zeichnen, haben die Produktion geleitet. Und das sieht man auch.

Denn das Spiel kommt den großen Vorbildern auf Playstation 3 verdammt nahe – sowohl grafisch als auch spielerisch. Zu verdanken ist das einerseits der Hardware-Power der Vita aber auch – und eigentlich eher banal – dem zweiten Analog-Stick. Man glaubt gar nicht, wie viel ein solcher bei der Spielerfahrung ausmachen kann. Golden Abyss spielt sich wie ein großer Konsolen-Titel. Und eines ist sicher: Eine solche Grafik gab es bis dato auf keinem Handheld zu sehen. Ganz so gut wie Drake’s Deception sieht Golden Abyss zwar nicht aus, dahinter zu verstecken braucht es sich aber auch nicht.

Apropos nicht verstecken: Sowohl die Handlung des Spiels als auch die Charaktere sind ok, hätten aber durchaus etwas mehr in die Tiefe gehen können. Hauptdarsteller Nathan Drake ist aber auch wie bei den großen Brüdern einfach eine coole Sau, müht sich teilweise richtiggehend ab und lässt knackige Sprüche vom Stapel. Wirkliche Neuerungen im Gameplay vermisst man zwar, allerdings funktioniert das Uncharted-Prinzip auch als Mobile-Version einwandfrei und bietet sowohl für Fans der Reihe als auch für Freunde gepflegter Action-Adventure-Kost genau das richtige.

Weniger wäre mehr

Nach der ganzen Lob-Hudelei (wir finden das Spiel halt schon super!) müssen wir an dieser Stelle aber auch etwas tadeln: Die PS Vita-Features wurden stellenweise mehr schlecht als recht und meist sinnlos eingebaut. Im Vorfeld hatte man seitens der Entwickler immer versprochen, dass diese Features optional wären. Leider stimmt das so nicht ganz, denn etwa in den Nahkämpfen MUSS man den Touchscreen benutzen (Pfeile mit dem Finger nachzeichnen, gähn!). Aber auch bei Artefakten, die man in den einzelnen Level-Abschnitten finden kann, kommt man nicht drum herum: Touchscreen und Touchback rubbeln ist angesagt, um die Gegenstände vom Staub zu befreien. Erst dann kann Nathan sie untersuchen. Aber auch beim Klettern wird man teilweise gezwungen, die Vita zu neigen, wenn man etwa von einem Halt zu einem gegenüberliegenden Punkt springen will. Prinzipiell ist das nicht so schlimm, aber das Umgreifen stört – vor allem wenn man unterwegs ist (und das soll man mit der Vita ja sein).

Der optionale Einsatz – wie zum Beispiel beim Klettern, wo man einfach eine Linie zieht und Drake diese dann nach klettert, beim Werfen von Granaten, oder beim Balancieren, wo man durch Neigen der Vita die Balance halten kann – finden wir da schon weitaus sinnvoller. Gezielt wird übrigens ganz traditionell mit dem linken Schulter-Button – aber auch hier haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen: Durch Bewegen der Vita kann man nämlich etwas nachjustieren, was ziemlich gut funktioniert. Was auch noch ganz cool ist, wir aber leider noch nicht ausprobieren konnten, da die Vita erst gestern gelaunched ist: Mittels “Near” kann man im Spiel gefundene Schatz-Items mit anderen Vita-Spielern tauschen.

Abschließende Meinung

Was soll man über Uncharted: Golden Abyss sagen? Das Spielprinzip ist von der PS3 bestens bekannt und macht auch auf Vita einfach Laune. Grafisch zeigt der Titel, was das neue Teil alles drauf hat und die Spielzeit liegt auch in etwa auf der Höhe der großen Serien-Ableger. Leider gibt es aber keine Mehrspieler-Modi. Kurzum: Für Action-Fans, die gerne Einzelspieler-Kampagnen spielen und nicht viel Wert auf Multiplayer legen, gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Hier gibt es noch einen Trailer zum Spiel:

Verfasst von am 23. Februar 2012. Abgelegt unter Games. Du kannst jedem Kommentar zu diesem Artikel folgen durch RSS 2.0. Du kannst kommentieren oder zu diesem Artkel trackbacken

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