“Smart as…” Einstein?

Alles im Blick: das Smart as... Menü

Die Zeit von Gehirntraining-Spielen für Konsolen oder Handhelds schien beinahe abgelaufen – sie haben sich auf den mittlerweile weit verbreiteten Smartphones niedergelassen. Doch nun steht mit “Smart as…” für Playstation Vita ein Titel in den Startlöchern, der das Genre quasi zum Ursprung zurück holen will. Wir haben eine (noch nicht vollständige) Vorab-Version erhalten und werden euch in den kommenden Zeilen berichten, ob das Spiel hält, was es verspricht – nämlich das Gehirn zu trainieren und gleichzeitig natürlich auch Spaß zu machen.

Am besten jeden Tag

Wie aus anderen Genre-Vertretern bekannt, so besteht auch der Kern in “Smart as…” in täglichen Trainings-Einheiten, die je eine Runde aus den Bereichen Logik, Beobachtung, Sprache und Rechnen bereit halten. Beendet man eine solche Einheit, erhält man eine Statistik darüber, wie gut man sich geschlagen hat – aufgeteilt in die vier Bereiche des Gehirns. Auch einen Verlauf kann man auf Wunsch aufrufen, um zu sehen, worin man gut ist oder in welchen Bereichen man noch trainieren sollte. Neben dem täglichen Spiel, das übrigens nur beim ersten Mal die Statistiken trackt, gibt es die Möglichkeit, im freien Spiel die einzelnen Disziplinen zu trainieren. Zu Beginn gibt es pro Kategorie aber nur eine davon; den Rest schaltet man durch tägliches Training nach und nach frei. Die einzelnen “Spiele” sind wiederum jeweils in vier Schwierigkeitsstufen unterteilt, die man ebenfalls erst freischalten muss, indem man die Höchstwertung von drei Sternen erreicht. So vergeht einige Zeit, bis man bei “Genie” gelandet ist – und hier wird es erst auch richtig fordernd.

Abwechslung fürs Hirn

Die einzelnen “Spiele” der unterschiedlichen Kategorien sollen zwar den jeweiligen Teil des Gehirns trainieren, die Abwechslung kommt dadurch aber nicht wirklich zu kurz. So steht in der Kategorie Rechnen etwa eine Disziplin bereit, in der man Zahlen auf ein Whiteboard schreiben muss, um die Gleichung zu vervollständigen. Dann gibt es da aber auch etwa noch eine Disziplin, in der man “<”, “=” oder “>” auswählen muss, damit das Ergebnis stimmt. Links und rechts stehen zu Beginn nur Zahlen oder einfache Brüche, auf dem Schwierigkeitsgrad Genie dann allerdings schon Rechnungen beiderseits. Dieses Prinzip gilt natürlich auch für die anderen Kategorien. In “Sprache” gibt es zum Beispiel eine Disziplin, in der man aus einzelnen Buchstaben ein Wort bilden muss, oder eine, in der man ein Wort durch einen Buchstaben vervollständigt.

Zwischen den einzelnen Aufgaben erhält man in den Ladebildschirmen interessante Informationen rund um das menschliche Gehirn – wie zum Beispiel, aus wie vielen Neuronen es besteht – sowie Statistiken, wie oft man etwa das jeweilige Spiel bereits gespielt oder wie viel Zeit man damit bereits verbracht hat.

Neben den Touchscreen-Eingaben, die übrigens einwandfrei funktionieren, werden auch noch andere Vita-Features genutzt. So ist es möglich, via near Herausforderungen anzugehen oder sich Online-Rankings anzusehen und sich mit Freunden zu messen. Die Präsentation ist dabei stets super-stylisch: Weißtöne überwiegen im Hintergrund, die Grafik (übrigens mit der Unreal Engine verwirklicht) ist ansehnlich – aber auch zweckmäßig, sprich: übersichtlich.

Fazit

Wie alle anderen Vertreter in diesem Genre, so trägt auch “Smart As…” ein Problem mit sich herum: Nach einiger Zeit hat man sich einfach “satt” trainiert bzw. wird man in den einzelnen Disziplinen einfach so gut, dass sie nicht mehr wirklich Herausforderungen darstellen. Das ist einerseits natürlich super, da sich ein “Lerneffekt” einstellt oder eingestellt hat, andererseits stellt sich die Frage, wie lange man es dann auch tatsächlich spielen wird. Da wir hier aber nur eine unfertige Version angetestet haben, sind wir mit dieser Aussage noch eher vorsichtig. Erst zu Release (voraussichtlich noch im Oktober) wird sich zeigen, was die Vollversion wirklich alles zu bieten hat. Im Auge sollte man es – zumindest als Fan von Dr. Kawashima und Co. – auf jeden Fall behalten!

Verfasst von am 5. Oktober 2012. Abgelegt unter Games. Du kannst jedem Kommentar zu diesem Artikel folgen durch RSS 2.0. Du kannst kommentieren oder zu diesem Artkel trackbacken

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>