Sly Cooper: Jagd durch die Zeit – auf Diebestour durch Zeit und Raum

(Bild: slycooper.playstation.com)

Wer kennt sie nicht – das diebische Trio rund um Sly Cooper, das bereits in drei Spielen die Playstation 2 unsicher gemacht hat. Heute in genau einer Woche erscheint mit “Sly Cooper: Jagd durch die Zeit” (entwickelt von Sanzaru Games) nun der erste Teil der Serie für Sonys Playstation 3 und gleichzeitig für Playstation Vita; Cross-Save Funktionalität inklusive. Wer das Spiel für die Playstation 3 kauft, bekommt übrigens einen Download-Code für die Vita-Version gratis mit dazu. Wir haben bereits die vollständig lokalisierte deutsche Vollversion gezockt. Wie uns das Spiel gefallen hat, lest ihr in den nächsten Zeilen.

Die Story

Auch im jüngsten Ableger geht Sly, ein smarter Waschbär und Abkömmling einer Familie von Meisterdieben, mit seinen treuen Freunden Murray (ein Nilpferd mit “Hau-drauf”-Charakter) und Bentley (eine Schildkröte in einem Hightech-Rollstuhl) wieder einmal auf eine Diebestour. Dieses Mal begibt sich der Spieler in den einzelnen Episoden allerdings auf eine Reise durch die Zeit. Das Abenteuer beginnt, als Seiten des Buchs der Meisterdiebe – einem wertvollen Werk mit allen Diebestricks des Cooper-Clans – verloren gehen und Sly und seine Gang in der Zeit zurückreisen müssen, um seine Vorfahren und die Geheimnisse der Cooper-Familie zu retten.

Das Gameplay

In jeder Episode erwarten den Spieler zahlreiche Missionen bzw. Aufträge, die man allesamt meistern muss, um dem jeweiligen Endboss nahe genug zu kommen und ihn zu stellen. Dieses System möchten wir euch anhand eines Beispiels näher erklären: Im Wilden Westen, der zweiten Episode des Spiels, angekommen, müssen wir zuerst unseren Vorfahren aus dem Knast befreien. Dies gelingt uns jedoch nur, wenn wir uns zuvor selbst einsperren lassen. Wir erkunden also zuerst einmal die Gegend und schießen ein paar Fotos von wichtigen Stellen wie einer Gefängnismauer, die nicht mehr ganz so stabil zu sein scheint. Anschließend kritzeln wir allerhand Plakate des selbstsüchtigen und -verliebten Sheriffs voll und treiben noch anderen Unfug, um ein gesuchter Verbrecher zu werden. Gelingt uns dies, bekommen wir ein neues Outfit, das eines Sträflings – und können ab sofort eine schwere Kugel, die an unserem Bein befestigt ist, als “Wurfgeschoss” nutzen, um schwere Gegenstände zu verschieben oder bestimmte Mauern einzureissen. Unser nächster Auftrag lautet, aus dem Gefängnis auszubrechen – natürlich gemeinsam mit unserem Ahnen. Ist der einmal befreit, steht auch er für Aufträge zur Wahl.

Das Beispiel könnten wir an dieser Stelle noch mindestens drei Mal so lange fortsetzen, denn jede Episode in “Sly Cooper: Jagd durch die Zeit” hält Dutzende solcher Aufträge parat, bis man dem jeweiligen End-Boss entgegen tritt. Die Bosse haben es übrigens in sich und man muss die richtige Taktik finden, um sie zu besiegen.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es in puncto Aufträge aber: Sie ähneln sich teilweise sehr stark; so gilt es zu Beginn jeder Episode etwa, Fotos bestimmter Ziele zu schießen. Auf der anderen Seite ist das eigentlich gar nicht so schlimm, denn so bekommt man gleich einen ersten Überblick über den jeweiligen Level – und dieser ist auch sehr wichtig, denn um alle Sammel-Objekte – Hinweis-Flaschen, Schätze, Cooper-Masken – ausfindig zu machen, muss man jeden noch so kleinen Winkel des Levels absuchen. Dafür wird man aber auch belohnt, denn mithilfe der Schätze etwa kann man Arcade-Automaten im Unterschlupf reparieren, sprich: Man schaltet damit neue Mini-Games frei. Apropos Mini-Spiele: Solche lockern auch die einzelnen Aufträge auf, wenn man zum Beispiel als Bentley im virtuellen Raum Hacker-Angriffe in Form von seitlich scrollenden oder 2-Stick-Shootern durchführt.

Darüber hinaus kommt auch durch integrierte Musik- bzw. Rhythmusspiele Kurzweil auf. Mal muss man wie in Guitar Hero zum richtigen Zeitpunkt eine Note treffen, mal muss man an einer Bar Bier ausschenken. Das macht alles richtig Spaß. Ebenfalls zur Auflockerung und Kurzweil tragen die Kostüme bei, die man in jeder Episode freischaltet: Im feudalen Japan etwa ist man als Samurai  in einer gepanzerten Rüstung unterwegs. Mit dieser erlangt man nicht nur unerkannt Zugang zu gewissen Bereichen im Level, sondern kann auch mithilfe eines Schildes Feuerbälle abwehren, um so etwa neue Türen zu öffnen. Das Sträflings-Kostüm haben wir ja bereits weiter oben schon erwähnt.

Hier könnt ihr euch noch ein Bild der unterschiedlichen Kostüme machen:

Die Technik

Technisch gibt sich “Sly Cooper: Jagd durch die Zeit” keine Blöße. Die Comic-Grafik wirkt äußerst stimmig und läuft jederzeit flüssig über den Bildschirm. Die Zwischensequenzen – ebenfalls im Comic-Look – treiben die Story voran, sind auf der PS Vita allerdings ein wenig pixelig. Auch der Sound und die Sprachausgabe wissen zu überzeugen. Einzig die Ladezeiten beim Starten neuer Aufträge (innerhalb eines Auftrages gibt es keine Wartezeiten) könnten etwas kürzer sein. Die Playstation 3-Version ist übrigens auch 3D-fähig.

Fazit

“Sly Cooper: Jagd durch die Zeit” ist ein äußerst kurzweiliges Spiel, das man nicht nur Fans der Serie empfehlen kann. Fans von Action- und Jump & Run-Spielen sollten sich diesen Titel schon einmal vormerken. Die einzelnen Aufträge machen Spaß, die Spielzeit geht absolut in Ordnung – vor allem, wenn man sich auf die Suche nach allen versteckten Items macht. Dazu kommen die tolle Optik sowie Gags und Slapstick-Einlagen der Charaktere, die einem durchaus ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern können. Alles in allem unserer Meinung nach ein rundum gelungenes Abenteuer-Hüpf-Spiel!

Das Spiel wird hierzulande am 27. März 2013 für Playstation 3 und Playstation Vita erscheinen.

Verfasst von am 20. März 2013. Abgelegt unter Games. Du kannst jedem Kommentar zu diesem Artikel folgen durch RSS 2.0. Du kannst kommentieren oder zu diesem Artkel trackbacken

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