Das SHG8200 ist das Top-Modell der neuen Range. (Bild: Philips)

Als wir diese Pressemitteilung erhalten haben, wurden wir schnell hellhörig. Kurz darauf trudelte auch schon das Testgerät ein. Wovon die Rede ist? Natürlich vom oben genannten und abgebildeten, neuen PC Gaming-Headset SHG8200 von Philips. Wir haben uns das Top-Modell der neuen Range einmal genauer angesehen.

Philips’ Anspruch

“Gamer wollen vollen Sound für Action und Musik. Zudem fordern sie eine kompromisslos klare Sprachwiedergabe – denn nur der direkte, klare Austausch mit den Mitspielern führt zu einem perfekten Gaming-Erlebnis”, so Christian Bauer, Manager Marketing Headphones bei Philips Consumer Lifestyle, und weiter: ”Unsere Entwickler haben sich intensiv mit den Bedürfnissen der großen globalen Gaming-Gemeinde auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist unsere neue Headset-Range, bestehend aus insgesamt vier innovativen Kopfhörern. Alle Produkte vereinen eine optimale Soundqualität mit bester Mikrofontechnologie. Ein präziser, realistischer Sound garantiert das perfekte Spielerlebnis und vermittelt selbst kleinste Tondetails.”

Das SHG8200 in der Praxis

Ob das SHG8200 diese Erwartungen erfüllen kann, haben wir in unserem Test-Einsatz überprüft. Doch erst einmal zum Optischen: Das Headset kommt in stylischem Design in Schwarz/Rot daher. Der Look: ziemlich futuristisch. Ausgepackt und gleich mal angesteckt. Ja, aber wo ist denn der Mikrofon-Arm? Es hat etwas gedauert, bis wir draufgekommen sind, dass man den nicht extra mitliefert und ihn anstecken muss, wie es bei anderen Headsets in dieser Preisklasse häufig der Fall ist. Was auf den ersten Blick aussieht, wie ein Anschluss, ist nämlich bereits der Mikrofon-Arm selbst. Der Clou dabei: Den Arm kann man in der Ohrmuschel verstauen – sprich: er wird einfach eingerollt. Das fanden wir vorweg, noch bevor wir das Headset in Betrieb nahmen, ziemlich cool.

Sitzt das SHG8200 erst einmal auf dem Kopf, fällt sofort das geringe Gewicht auf. Laut Beschreibung wiegt das Headset keine 300 Gramm. Und das merkt man auch. Zusammen mit dem gefederten Innenbügel, der sich automatisch der Kopfform anpasst, und gepolsterten Ohrmuscheln ergibt das einen richtig guten Sitz – auch wenn es ruhig ein wenig fester sitzen könnte. Durch das Over-Ear Design werden die Ohren auch bei längeren Spiel-Sessions nicht durch zu viel Druck belastet. Gerade Brillenträger werden dafür dankbar sein.

Das SHG8200 kann man wahlweise über die zwei bekannten 3,5 Klinken anschließen, oder aber den mitgelieferten USB-Adapter (das Headset ist Plug&Play-tauglich, installieren muss man also nichts) benutzen. Dieser ist mit einem “dehnbaren”, Spiral-Kabel ausgestattet, das verhindert, dass man den Stecker gleich herauszieht, wenn man sich zu weit vom PC entfernt. Mit einer Kabellänge von zwei Metern sollte das aber ohnehin nicht allzu leicht passieren – kommt natürlich auf das Set-up des Schreibtisches an.

Nun aber zum Wichtigsten: Der Klang- bzw. Sprachqualität. Das SHG8200 liefert (auf Wunsch) SRS Surround Sound. Damit soll der User alle Sounds einer Richtung zuordnen können. Und wirklich: Es wird eine räumliche Atmosphäre erzeugt, die genau dies verspricht. Wir sind uns jedoch nicht wirklich sicher, ob man daraus einen spielerischen Vorteil ziehen kann. Die verbauten 40 mm Lautsprecher sorgen für genügend “Druck” auf den Ohren. Auch zum Musikhören eignet sich das SHG8200 dadurch sehr gut (getestet mit diversen Metal-Alben). Das 360-Grad-Mikrofon erzeugt für das Gegenüber gut verständliche Sprachaufzeichnungen. Nebengeräusche werden dabei herausgefiltert und reduziert. Der Vorteil eines 360-Grad-Mikrofons: Auch wenn das Mikro einmal nicht 100 %ig richtig vor dem Mund sitzt, wird die Sprache dennoch aufgenommen.

Das SHG8200 bietet – für diese Preisklasse ohnehin ein Muss – auch eine Mikrofon-Stummschaltung sowie einen Lautstärkeregler. Diese befinden sich allerdings nicht am Kabel oder an einer extra Fernbedienung, sondern wurden auf die beiden Ohrmuscheln gepflanzt. Das soll die Bedienung intuitiver machen. Das lästige “Kabel hochziehen, damit man an die Kabel-Fernbedienung kommt” gehört damit der Vergangenheit an.

Wir haben das Philips Headset unter anderem beim Spielen von Portal 2, Team Fortress 2, beim Musikhören und beim Skypen verwendet und es hat uns wirklich gut gefallen. Normalerweise wird das Tragen eines Headsets nach einiger Zeit ja eher unangenehm. Das konnten wir hier jedoch nicht feststellen. Einziger Kritikpunkt ist die Verarbeitungsqualität: Irgendwie wackelt alles ein wenig und greift sich nicht wirklich besonders hochwertig an. Ob man nun also 80 Euro (UVP: 79,99 Euro) für ein PC-Headset ausgeben will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Enttäuscht wird man in punkto Sound vom Philips SHG8200 aber bestimmt nicht. Es richtet sich aber alleine des Preises wegen bestimmt eher an Hardcore-Online-Multiplayer-Spieler.

Technische Angaben

Und hier haben wir noch eine kleine, technische Aufstellung für die Technik-Freaks unter unseren Lesern:

  • Akustiksystem: Halboffen
  • Magnettyp: NdFeB
  • Typ: Dynamisch
  • Maximale Eingangsleistung: 100 mW
  • Lautspr.-Durchmesser: 40 mm
  • Frequenzgang Kopfhörer: 20 bis 22.000 Hz
  • Impedanz Kopfhörer: 28 Ohm
  • Kopfhörerempfindlichkeit: 100 dB
  • Frequenzgang Mikrofon: 100 bis 10.000 Hz
  • Impedanz Mikrofon: 2.200 Ohm
  • Mikrofonempfindlichkeit: -40 dB
  • Mikrofon-Cartridge: 6 mm

Mit den Modellen SHG7210, SHG7980 und SHG800, die preislich zwischen 29,99 und 59,99 Euro liegen, hat Philips noch drei weitere PC-Headsets in der aktuellen PC-Gaming-Headset Range im Handel, die auch für die schmalere Geldbörse oder andere Anforderungen etwas bieten.